Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapieform,
die auf drei Grundprinzipien aufbaut:
  1. Der Körper funktioniert als eine Einheit d.h. es gibt keine Trennung zwischen Körper, Geist und Seele.

 

2. Es besteht das Prinzip der Selbstregulierung d.h. der Körper ist immer bestrebt sich selbst im Gleichgewicht zu halten. Mit Gleichgewicht ist hier nicht nur ausbalancierte Bewegung gemeint, sondern auch inneres Milieu wie z.B. Blutzuckerwert, Ph-Wert des Blutes, Säure-Basen-Haushalt usw., sowie emotionales Gleichgewicht.
  3. Struktur und Funktion sind voneinander abhängig und bedingen sich gegenseitig. Beispiel: Bei Mehrbelastung des Knochens erhöht sich die Knochendichte, d.h. die Belastbarkeit der Struktur nimmt zu. Bei Ruhigstellung einer Extremität (z.B. durch einen Gipsverband), nimmt die Muskelmasse und Beweglichkeit dagegen ab.

 

Geschichte der Osteopathie: Die Osteopathie wurde 1874 von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still entwickelt. Der Begriff "Osteopathie" aus dem Griechischen bedeute übersetzt "Knochenkrankheit". Diese Bezeichnung geht auf die Anfänge der Osteopathie zurück und ist in ihrem historischen Hintergrund zu sehen. Die Behandlung durch einen Osteopathen beschränkt sich nicht nur auf Knochen, sondern bezieht alle Gewebe des Körpers mit ein. Über England, Frankreich und Belgien kam die Lehre der Osteopathie nach Deutschland. Sie wird seit 1988 in einer in einer fünfjährigen, berufsbegleitenden Ausbildung an Physiotherapeuten, Ärzte und Heilpraktiker unterrichtet.